Zukunfts-Scouts

Das Projekt „Zukunfts-Scouts“ wandte sich vorrangig an Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihres Migrationshintergrunds ihre Potentiale im Spracherwerb und damit bei der sozio-kulturellen Teilhabe bisher nicht voll ausschöpfen konnten. Im Sinne der Inklusion arbeiteten wir mit ganzen Klassenverbänden; an den beteiligten Schulen lag die Quote der Schülerinnen und Schüler mit nicht-deutscher Familienherkunft bei 70 und mehr Prozent.

Das Projekt „Zukunfts-Scouts“ wurde gefördert von der Aktion Mensch und von basa e.V. in Kooperation mit dem Internationalen Familienzentrum e.V. in Frankfurt durchgeführt. Die Arbeit wurde am 1. Februar 2011 aufgenommen. Die Laufzeit der „Zukunfts-Scouts“ betrug drei Jahre, also bis 31. Januar 2014.

„Zukunfts-Scouts“-Gruppen gab es ab Projekt-Beginn an der Heinrich-Kraft-Schule in Frankfurt-Fechenheim sowie an der Ludwig-Börne-Schule mit ihren anfangs noch zwei Standorten in der Innenstadt und im Ostend. Zur Projektmitte, ab dem Schuljahr 2012/2013 wurde eine weitere Klasse von der Sophienschule in Bockenheim ins Projekt aufgenommen.

Last not least hatten die „Zukunfts-Scouts“ bereits im September 2010 ihre
Arbeit mit einer Gruppe an der IGS Stierstadt im Hochtaunuskreis aufgenommen - das kleine, aber feine Vorläuferprojekt konnte realisiert werden im Rahmen der „Modellregion Integration“ mit Mitteln des Hochtaunuskreises.


In der FR vom 22.03.2013 erschien ein Artikel über unser Projekt "Zukunfts-Scouts":

Lotsen in die Zukunft

Ein weiterer Artikel stand in der Taunuszeitung vom 12.10.2013:

Trommeln für die Zukunft

Ein neuerer Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 18.12.2013:

Job-Reporter in Fechenheim unterwegs


Arbeitsweise:

Das Konzept der „Zukunfts-Scouts“ basierte auf zwei aufeinander abgestimmten Säulen:

1.     Die Schülerinnen und Schüler wurden in kontinuierlichen Projektstunden wöchentlich mit Angeboten betreut. Dabei war die Teilnahme im Klassenverband an den Projektstunden und -tagen in den Stundenplan integriert, wurde also von den Schulen mitgetragen. Zugleich sollte das Projekt raus aus der Schule führen, den umgebenden Sozialraum erkunden sowie Partizipationsmöglichkeiten erschließen. Dafür gab es natürlich keine Noten, sondern hoffentlich viele motivierende Erfahrungen … Die Schülerinnen und Schüler entdeckten unbekannte, interessante Orte und Gelegenheiten. Dadurch und durch die unterstützende medien- und kulturpädagogische Methodik entstanden Sprachanlässe – es lohnte sich, etwas zu sagen zu haben, es war unbedingt erlaubt, viele Fragen zu stellen.

2.     In der zweiten Projekthälfte fanden Projektwochen in der Bildungsstätte statt, in denen intensiv an identifizierten Themen und bisherigen Erfahrungen gearbeitet wurde. Es entstanden Produkte (Film, Theaterszenen, Interviews, Ausstellungen, Zeitungen …), die zeigten, was den Jugendlichen auf den Nägeln brennt und was sie können.

Die Zukunfts-Scouts waren ein neues Modell, denn …

… Scouts waren hier nicht Erwachsene, die den Weg wiesen, sondern die Schülerinnen und Schüler wurden selbst zu Scouts, die in ihrem Umfeld Wege finden – und mit der Zeit auch Wegweiser für andere werden können.

… die „Zukunfts-Scouts“ waren Teil der Schul- und Sozialraumentwicklung, basierend auf dem persönlichkeitsentwickelnden Methodenspektrum der außerschulischen Jugendbildung.

… das Projekt begleitete Schülerinnen und Schüler kontinuierlich über eineinhalb bis drei Jahre. Mit Start in der siebten Klasse wurde auch die berufliche Orientierung und Suche nach dem Ausbildungsplatz unterstützt, innerhalb gewachsener Beziehungen und mit neuen Methoden des Empowerments.


Das Projektteam:

Bärbel Bimschas, basa e.V. (Projektkoordination) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Hayriye Gürler, basa e.V. (Pädagogische Mitarbeiterin)
Ralph Mann, IFZ e.V. (Pädagogischer Mitarbeiter)
Elke Jentschek, basa e.V. (Pädagogische Mitarbeiterin)

Zur Webseite der Zukunfts-Scouts: www.zukunfts-scouts.de