Zukunfts-Scouts
Das Projekt „Zukunfts-Scouts“ wendet sich vorrangig an Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihres Migrationshintergrunds ihre Potentiale im Spracherwerb und damit bei der sozio-kulturellen Teilhabe bisher nicht voll ausschöpfen konnten. Im Sinne der Inklusion arbeiten wir mit ganzen Klassenverbänden; an den beteiligten Schulen liegt die Quote der Schülerinnen und Schüler mit nicht-deutscher Familienherkunft bei 70 und mehr Prozent.
„Zukunfts-Scouts“ wird gefördert von der Aktion Mensch und wird von basa e.V. in Kooperation mit dem Internationalen Familienzentrum e.V. in Frankfurt durchgeführt. Die Arbeit wurde am 1. Februar 2011 aufgenommen, ab Mai beziehen wir unser endgültiges Büro in der Ostendstraße 70. Die Laufzeit der „Zukunfts-Scouts“ beträgt drei Jahre, also bis 31. Januar 2014.![]()
„Zukunfts-Scouts“-Gruppen gibt es an der Heinrich-Kraft-Schule in Frankfurt-Fechenheim sowie an der Ludwig-Börne-Schule mit ihren derzeit noch zwei Standorten in der Innenstadt und im Ostend. An der Ludwig-Börne-Schule werden im Laufe der Projektzeit die Haupt- und Realschule zusammenwachsen mit einem neuen Standort in der Innenstadt – die „Zukunfts-Scouts“ werden integraler Bestandteil des interessanten Prozesses der Schulentwicklung sein, da sie an beiden bisherigen Schulstandorten präsent sind.
Last not least haben die „Zukunfts-Scouts“ bereits im September 2010 ihre Arbeit mit einer Gruppe an der IGS Stierstadt im Hochtaunuskreis aufgenommen - das kleine, aber feine Vorläuferprojekt konnte realisiert werden im Rahmen der „Modellregion Integration“ mit Mitteln des Hochtaunuskreises. Durch die Installierung der Arbeit an den Schulen in Frankfurt können die verschiedenen Projektteile miteinander vernetzt werden, auch die Schülerinnen und Schüler sollen sich im Laufe der Zeit gegenseitig besuchen – und sich ihre Lebenswelt und ihre Ergebnisse gegenseitig vorstellen. 

Arbeitsweise:
Das Konzept der „Zukunfts-Scouts“ basiert auf zwei aufeinander abgestimmten Säulen:
1. Die Schülerinnen und Schüler werden in kontinuierlichen Projektstunden wöchentlich mit Angeboten betreut. Dabei ist die Teilnahme im Klassenverband an den Projektstunden in den Stundenplan integriert, wird also von den Schulen mitgetragen. Zugleich soll das Projekt raus aus der Schule führen, den umgebenden Sozialraum erkunden sowie Partizipationsmöglichkeiten erschließen. Dafür gibt es natürlich keine Noten, sondern hoffentlich viele motivierende Erfahrungen … Die Schülerinnen und Schüler entdecken unbekannte, interessante Orte und Gelegenheiten. Dadurch und durch die unterstützende medien- und kulturpädagogische Methodik entstehen Sprachanlässe – es lohnt sich, etwas zu sagen zu haben, es ist erlaubt, viele Fragen zu stellen.
2. Mindestens einmal im Schuljahr finden Projektwochen in der Bildungsstätte statt, in denen intensiv an identifizierten Themen und bisherigen Erfahrungen gearbeitet wird. Es entstehen Produkte (Film, Theaterszenen, Interviews, Ausstellungen, Zeitungen …), die zeigen, was den Jugendlichen auf den Nägeln brennt und was sie können – und die gut auch im Stadtteil und an der Schule präsentiert werden können.
Die Zukunfts-Scouts sind ein neues Modell, denn …
… Scouts sind hier nicht Erwachsene, die den Weg weisen, sondern die Schülerinnen und Schüler werden zu Scouts, die in ihrem Umfeld Wege finden – und mit der Zeit auch Wegweiser für andere werden können.
… die „Zukunfts-Scouts“ sind Teil der Schul- und Sozialraumentwicklung, basierend auf dem persönlichkeitsentwickelnden Methodenspektrum der außerschulischen Jugendbildung.
… das Projekt begleitet Schülerinnen und Schüler kontinuierlich über drei Jahre. Mit Start in der siebten Klasse wird auch die berufliche Orientierung und Suche nach dem Ausbildungsplatz unterstützt, innerhalb gewachsener Beziehungen und mit neuen Methoden des Empowerments.
… daneben werden auch Schülerinen und Schüler von zwei fünften Klassen begleitet. Wir erhoffen uns spannende Evaluationsvergleiche zu den Effekten der pädagogischen Arbeit im Vergleich der zwei verschiedenen Altersgruppen.
Das Projektteam:
Bärbel Bimschas, basa e.V. (Projektkoordination):
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Hayriye Gürler, basa e.V. (Pädagogische Mitarbeiterin)
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Hamid Hadouch, IFZ e.V. (Pädagogischer Mitarbeiter)
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Tel: 069-943444-43
Elke Jentschek, basa e.V. (Pädagogische Mitarbeiterin)
Zur Webseite der Zukunfts-Scouts: www.zukunfts-scouts.de
