1968 und die Politische Bildung

Journal Politische Bildung

Am 4. Juni 2018 nahm Dana Meyer, Referentin für politische BIldung bei basa e.V., an einem Mehrgenerationengespräch zu den Folgen von 1968 für die Politische Bildung in Deutschland teil.

Das Ergebnis des Gesprächs ist nun in Form eines Interviews in der aktuellen Ausgabe des Journals für Politische Bildung erschienen. An dem von Klaus Waldmann geführten Gespräch nahmen neben Dana Meyer fünf weitere politische Bildner*innen verschiedenen Alters teil. Ausgehend von der Frage, was die Bewegungen von 1968 persönlich für die Beteiligten bedeuten, ging es in dem Interview darum die Folgen der politischen Positionen der 1968er für die Politische Bildung bis heute auszuloten. Dabei arbeitete Dana Meyer stringent ihre Vision einer machtkritischen positionierten Politischen Bildung heraus, die sich angesichts gesellschaftlicher Diversität und Diskriminierung nicht auf einen engen Politikbegriff begrenzen lassen dürfe. 

Eine Ausgabe des Journals für Politische Bildung "1968 und die Folgen" kann auf der Webseite des Journals bestellt werden.

2x Weimar und zurück

Das Tor von Buchenwald

Bereits zwei Mal reisten Referent*innen der Politischen Bildung von basa e.V. dieses Jahr mit Jugendlichen nach Weimar, um sich bei einem Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Buchenwald mit dem Nationalsozialismus und seinen Folgen auseinanderzusetzen.

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Bilderwechsel im Café HARTEL

Bilderwechsel Keller Cafe Hartel

Nachdem Frau Renate Keller mit ihren Bildern in Gießtechnik die Gäste des Café HARTEL monatelang erfreut hat, stellt nun seit 10.01.19 ihr Ehemann Wolfgang Keller aus.
Im Nebenraum verblüfft "Digitale Stereografik" die geneigten Betrachter*innen; digital bearbeitete Fotos, die mithilfe einer 3D-Brille eine unglaubliche Wirkung entfalten. Und im Hauptraum bringen konturierte Fotografien aus dem "Taunus-Wald" die Schauenden zum Staunen. Einfach großartig!

 

"Bewerbung, Praktikum, Ausbildungen..."

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„Bewerbung, Praktikum, Ausbildungen… Wie? Was? Wann?“ - So hieß der Workshop, den Lorna Merkel und Janina Eckhoff, unsere beiden Beraterinnen in der Jugendberufsagentur in Usingen, am 26.10.2018 in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk des Hochtaunuskreises durchführten. Die Gruppe aus acht Teilnehmer*innen war bunt gemischt: Jugendliche ohne Schulabschluss und Jugendliche mit Ausbildungsabbruch trafen auf Realschüler*innen und zukünftige Abiturient*innen. Innerhalb von vier Stunden konnten viele Fragen der Teilnehmer*Innen geklärt werden, beispielsweise wie ein gutes Bewerbungsanschreiben und ein informativer, übersichtlicher Lebenslauf erstellt werden. Den Jugendlichen machte der Workshop in konzentrierter Arbeitsatmosphäre viel Spaß. Besonders gefiel ihnen hierbei, dass sie einen strukturierten und umfassenden Überblick sowie hilfreiche Arbeitsunterlagen mit praktischen Arbeitsunterlagen nach Hause mitnehmen konnten.

 

Rap-Projekt im Strafvollzug

creglingen 2018

12 junge Menschen, Teilnehmende des Projekt Chance, einem Strafvollzugsprogramm in freien Formen, rappen über ihr Leben und ihre Perspektiven – vor, während und nach der Haft.

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IDA Reader zu Extremismusmodell

IDA Reader zum Extremismusmodell

In einem neuen IDA Reader positionieren sich Referent*innen der Politischen Bildung von basa e.V., Christian Kirschner und Anna Krämer, zu den Folgen einer am Extremismusbegriff orientierten Politischen Bildung.

Der neue Reader des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit (IDA e.V.) befasst sich mit dem Extremismusmodell und seinen Wirkungen, sowie alternativen Begriffen in der politischen (Jugend-)Bildung und Jugendarbeit. Zahlreiche Autor*innen beschäftigen sich mit Fragen der Definition von Extremismus sowie mit den damit einhergehenden Problematiken der Gleichsetzung von sehr unterschiedlichen politischen Phänomenen. 

IDA möchte seinen Leser*innen mit dem neuen Reader eine Reflexionsgrundlage zur Verfügung stellen. Gerade mit dem gesellschaftlichen Rechtsruck und Phänomenen, wie den AfD-Meldeportalen etwa von AfD-kritischen Lehrer*innen, will das Informationszentrum den in diesem Feld aktiven Multiplikator*innen der schulischen und der außerschulischen Politischen Bildung Argumente liefern, sich gegen Vereinnahmung und Stigmatisierung als 'linksextrem' wehren zu können und um Förderprogramme, die sich am Extremismusmodell orientieren dennoch nutzen zu können um eine menschenrechtsorientierte, diskriminierungs- und autoritarismuskritische Jugend- und Bildungsarbeit zu betreiben.

Unter dem Titel "OMG! Sie werden alle Extremist_innen!" reflektieren Christian Kirschner und Anna Krämer, was es bedeuten würde, wenn sie das Extremismusmodell ihrer Arbeit zu Grunde legen würden.

Der Reader kann als pdf heruntergeladen werden oder auf der Seite von IDA e.V. bestellt werden.

Ebenfalls mit dem Extremismusbegriff befasst sich  das Forum kritische politische Bildung in einem kürzlich online veröffentlichen FAQ.

Sexismus in Serie(n)

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Im Rahmen des Seminars entstand Ende 2018 ein Kurzfilm, in dem 13 junge Frauen stereotype Frauenbilder, Sexismus und sexualisierter Gewalt in Fernsehserien und Gesellschaft kritisieren.

Vier Tage lang arbeitet das Team von basa e.V. zusammen mit 30 Auszubildenden zum Thema Sexismus in Serie(n). Gemeinsam analysierten Christian Kirschner, Referent für politische Bildung bei basa e.V., und Natascha Zink, Regisseurin und Filmschaffende, mit den Teilnehmenden Filmsequenzen aus aktuellen Serienformaten. In mehreren Blöcken analysierten sie verschiedene Sequenzen entlang einer eher inhaltlichen und einer eher filmtechnischen Perspektive.

Etwa im Block zum Thema „männlicher Blick“ lag der Fokus der Betrachtung auf der Kameraführung. In der Kerkerszene in Game of Thrones (Staffel 5, Episode 4) etwa blickt die Kamera aus Bronns Perspektive auf den entblößten Körper seiner Gegenspielerin Tyene Sand. Die Kamera folgt dem Blick Bronns – die Zuschauenden nehmen dessen Position ein – und scannt jedes Detail von Tyenes Körper. Die Zuschauenden werden aktiv, sie schauen, sie sind die Akteur*innen, während Tyene als Angeblickte verobjektiviert wird. Das ist der männliche Blick, auch im Deutschen of male gaze genannt. Es ist nicht (ausschließlich) der Blick der Männer, sondern ein gesellschaftlicher Blick auf Frauen, deren Körper und Ausdruck von vergeschlechtlichten Machtverhältnissen. Anhand der Analyse der Game of Throne-Szene erarbeitete sich die Gruppe das Konzept des männlichen Blick und reflektierte aus feministischer Perspektive kritisch das eigene Betrachten und betrachtet werden.

Ähnlich waren auch die anderen Blöcke strukturiert. So lag der Fokus bei der Inszenierung weiblicher Schönheit und männlicher Stärke etwa auf der Betrachtung der Maske, bei Körperlichkeit stärker auf Schnitt und bei der Frage nach Humor auf der Lachbüchse. Gemeinsam diskutierten wir, warum Frauen mit gemachten Haaren und Makeup aufzuwachen, während Männer Fleischwunden davontragen. Wir prüften die Wirkung einer Kamera, die "draufhält", wie es ist wenn es nicht nur Normkörper zu sehen gibt und fragten, wer in Sitcoms eigentlich warum über wen lacht – und inwiefern das angemessen ist. Viele der ausgewählten Szenen zeichnen sich durch eine tendenziell stereotype oder heteronormative Darstellung aus, in jedem Block gab es aber auch Szenen, die einen alternativen, nicht-heteronormativen Zugang zu Geschlecht anboten. Dabei wurden sowohl beliebte Serien der großen Streamingdienste Netflix, Amazone Prime und HBO ausgewählt, als auch unbekanntere Formate, die über YouTube und Vimeo ihre Verbreitung finden. So konnten anhand von technischen/handwerklichen Fragen der Filmgestaltung und -produktion die gesellschaftspolitische Dimension von Geschlecht und Geschlechterinszenierungen herausgearbeitet werden. Die Veranstaltung zielte auf die Analyse von Körper, Geschlecht und Geschlechterrollen als politische Kategorien ab, die insbesondere in der kulturindustriellen Wiederholung ihre gesellschaftliche Konstitution erfahren.

Insgesamt wurden im Seminar über 30 Sequenzen aus unter anderem folgenden Serien analysiert (Auswahl):

Aus der feministischen Filmanalyse heraus entwickelte die Gruppe einen kurzen Dokumentarfilm. Sie teilten ihre Erkenntnisse mit der Kamera und diskutierten kritisch, welche Konsequenzen die mitunter sexistische Darstellung von Frauen für Gesellschaft und ein gleichberechtigtes Zusammenleben hat. Der hochpolitische Kurzfilm zeigt 13 mutige Frauen, die falsche Schönheitsideale, unangemessene Witze über Frauen und bagatellisierende Darstellungen von sexualisierte Gewalt kritisieren. Film ist nicht nur bewegtes Bild auf der Mattscheibe, sondern ein Abbild von Gesellschaft und Engführung gesellschaftspolitischer Diskurse. Teilnehmenden des Seminars und Macher*innen des Film betrachten ihre Arbeit als eine Form der Intervention, um auf ihre Perspektive aufmerksam zu machen.

Das Seminar „Sexismus in Serie“ fand vom 17. – 20.12.2018 im Gästehaus Ökologiestation Bergkamen statt. Es wurde gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung. Auch für andere Schulen, Vereine und Einrichtungen bietet basa e.V. das Format auf Anfrage an.

 

Ihr Ansprechpartner:

christian kirschner webChristian Kirschner
Referent für politische Bildung
Fokus: Digitalisierung

Tel. 06081 912 73 21 WhatsApp Logo 1Signal Blue Icon
Fax 06081 912 73 29

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adb bericht 2017

Im Wahl-O-Mat kam sie nicht vor. Auch in den Parteiprogrammen oder Talkshow-Arenen zur Bundestagswahl tauchte Digitalisierung nur als Randthema auf. Wie zentral sie aber in den Mittelpunkt unseres Lebens gerückt ist, zeigt sich täglich in allen persönlichen und gesellschalichen Bereichen.

Seit Januar 2017 hat basa e.V. eine Referentenstelle für politische Bildung im Jugendbildungsprogramm des AdB im Schwerpunkt Digitale Medien und Demokratie. Mit "Politische Bildung in Bewegung" ist der erste Jahresbericht über die Arbeit im Programm erschienen. Ab Seite 16 berichtet unter anderem basa e.V. aus der konkreten Arbeit zum Thema Utopien, Digitalisierung und demokratische Gesellschaft. Der Bericht findet sich hier.
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Klassismus in der Politischen Bildung

Bonbons 1

Oder wer bekommt die Bonbons? Auf dem Landesforum des DVPB NW e.V. diskutierte Dana Meyer, Referentin für Politische Bildung bei basa e.V., in einem Workshop die Frage inwieweit Klassismus Thema schulischer und außerschulischer Politischer Bildung ist oder sein sollte. Das Landesforum fand diesmal am 30. Oktober unter dem Motto: „Wirtschaft gesellschaftspolitisch gestalten?! – Sozioökonomische Bildung in der Politischen Bildung“ an der Ruhr-Uni Bochum statt.

Soziale Ungleichheiten beeinflussen das gesellschaftliche Zusammenleben – auch in der Schule und im Klassenzimmer. Exklusionspraxen aufgrund des sozialen und finanziellen Status sind immer und überall Teil unseres Alltags. Wie Lehrkräfte und Politische Bildner*innen diese Strukturen erkennen und aufbrechen können, war Thema des Workshops. Dabei waren die TN auch aufgefordert sich in einem Privilegientest mit ihrem eigenen sozialen Status zu befassen – dieser drückte sich in der Menge gewonnener Bonbons aus.

Eröffnet wurde das Landesforum durch eine Keynote von Prof. Dr. Reinhold Hedtke zum Thema „Wirtschaft gestalten lernen – Partizipatorisches Potenzial oder pädagogisches Placebo?“ Im Mittelpunkt seines Vortrages stand die Frage, wie Wirtschaft zu unterrichten sei, um eine partizipative Perspektive auf Wirtschaft (wieder)herzustellen. Auch er machte den Ansatz stark, dass wirtschaftliche Vorgänge mit Jugendlichen immer eingebettet in gesellschaftspolitische Strukturen betrachtet werden müssten, um Wirtschaft als Fach nicht zu entpolitisieren.

Daneben gab es zahlreiche Workshops, die politische und gesellschaftliche Teilhabe vor dem Hintergrund der Notwendigkeit ökonomischer Wissensvermittlung aus diversen Perspektiven und mit unterschiedlichsten Schwerpunkten beleuchteten.

Ein detaillierter Bericht findet sich auch auf der Homepage des DVPB NW e.V.

 

 

Halloween im Café HARTEL

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Stolz sind die Teilnehmenden des Projekts FAIRWÄRTS (gefördert von Aktion Mensch) auf ihre selbst organisierte Veranstaltung am Halloween-Abend.

Die Idee zu dieser Veranstaltung entstand beim gemeinsamen Schnippeln für das stets frisch zubereitete Mittagessen, das die Gäste im Café HARTEL Dienstag bis Freitag von 12:00 - 14:00 Uhr an großen Tischen in gemütlicher Runde zu sich nehmen können.

Nun ist eigenverantwortliches Tun ein großes Ziel des Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekts FAIRWÄRTS und entsteht durch Herantasten an unbekannte Aufgaben. So wurde die Idee zur Tat. Im Internet wurden rasch Rezepte ausgespäht, die Deko besprochen und die Aufgaben verteilt. Die Anleiterin unterstützte nur, wo Hilfe ausdrücklich gewünscht war, wie z.B. bei den Pressemitteilungen. Die Aushänge kreierten die jungen Menschen selbst und kümmerten sich auch um die Deko.

Und dann war es soweit. Aufgeregt warteten die gruselig-perfekt geschminkten Fairwärts-Monster auf ihre Gäste (Opfer?). Der Cafè-Raum war ab 18:00 Uhr gut gefüllt und das Buffet mit Glubschaugenbowle, Gruselfingern, Spinnenmuffins und Würstchen-Blätterteig-Mumien leerte sich zusehends.

Und am nächsten Morgen wurden die letzten Knochen, Gliedmaßen und Gedärme unter den Tischen hervorgekehrt - für einen ganz normalen Tag, ein ganz normales Mittagessen....

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