Position beziehen

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Wie kann positionierte politische Bildung gelingen?

Ein Workshop zum Austausch für Multiplikator*innen, politische Bildner*innen und alle die es interessiert.

Rechter Populismus & Afd-Meldeportale einerseits und Extremismusvorwürfe andererseits sorgen derzeit für große Unsicherheit in der schulischen und in der außerschulischen politischen Bildung. Gleichzeitig erscheint es mit der Bedrohung durch Rechtsterrorismus und Rassismus, anti-migrantische und anti-refugee Parolen, die sich auch in der repressiven Verteidigung der EU-Außengrenzen ausdrücken, einem wachsenden Anti-Feminismus und vielem mehr gerade jetzt notwendig auch in der politischen Bildung Jugendliche zu ermutigen ihre Position zu diesen Entwicklungen zu finden.

Einen Ansatzpunkt hierzu liefert uns die Frankfurter Erklärung. Eine positionierte Politische Bildung setzt demnach voraus, dass wir unser Eingebundensein in gesellschaftliche Verhältnisse „transparent und damit kritisierbar machen“ (Frankfurter Erklärung) und zwar auch und gerade gegenüber unseren jugendlichen Teilnehmenden. So schreibt Achim Schröder – einer der Mitbegründer der basa – dass  „Politisches Lernen […] pädagogische Persönlichkeiten mit erkennbar eigenem Standpunkt [braucht]“ (ders. 2016: 3). Eine auf Mündigkeit und Emanzipation ausgerichtete Jugendbildung, die gesellschaftliche Teilhabe vermitteln und damit Demokratie fördern will, muss die Möglichkeit zur emotionalen Auseinandersetzung bieten. Nur indem Jugendliche ihre Meinungen und Weltsichten an denen der Politischen Bildner*innen messen und sich daran reiben, können sie eine kritische Haltung entwickeln und sich so selbst ein Urteil bilden (vgl. ebd.: 4).

In diesem 3-tägigen Workshop möchten wir uns gemeinsam fragen, wie nun eine positionierte politische Bildung, die sich an kritisch-emanzipierten Grundsätzen orientiert aussehen kann. Ziel ist es, für uns als politisch Bildende aus dem Workshop konkrete Handlungsempfehlungen für unsere Seminare abzuleiten.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Jennifer Farber vom Arbeitskreis Räume Öffnen statt. Als bundesweites Netzwerk historisch-politischer Bildner*innen, die (nicht nur) an KZ-Gedenkstätten und NS-Dokumentationszentren tätig sind, entwickelt der Arbeitskreis Räume Öffnen seit 2016 Ansätze und Diskussionsbeiträge für die Etablierung einer inklusiveren erinnerungskulturellen Bildung mit emanzipatorischem Anspruch. Er bietet insbesondere eine Plattform für kollegiale Fallberatung und eine diskriminierungskritische Weiterentwicklung gedenkstättenpädagogischer und gedenkpolitischer Positionen.

Die Bildungsstätte Alte Schule Anspach, basa e.V., bietet seit ihrer Gründung 1984 Seminare und Workshops im Bereich der Politischen Bildung an. Sie orientiert sich dabei an emanzipatorisch-demokratischen Grundsätzen und vertritt den Ansatz einer positionierten Politischen Bildung im Sinne der Frankfurter Erklärung. Für eine kritisch-emanzipatorische Politische Bildung machen wir in unserer Arbeit eine gesellschaftsanalytische und herrschaftskritische Perspektive zum Ausgangspunkt. Dazu gehört sowohl die permanente kritische Selbstreflexion der eigenen Arbeit als auch die Annahme, dass sich Politische Bildung in einem beständigen Prozess befindet und sich immer wieder hinsichtlich der gesellschaftlichen Aktualität neu erfinden muss.

Eure Ansprechpartnerin bei basa e.V.

anna kraemer web Dr. Anna Maria Krämer
Referentin für politische Bildung
Fokus: Diversität

Tel. 06081 912 73 23
Fax 06081 912 73 29

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Die Veranstaltung im Überblick

Veranstaltungsbeginn 23.10.2020 15:00
Veranstaltungsende 25.10.2020 15:00
Anmeldung möglich ab: 14.05.2020
Anmeldeschluss 23.09.2020
Teilnahmebeitrag kostenfrei
Zielgruppe Multiplikator*innen / Politische Bildner*innen
Seminarleitung Dr. Anna Maria Krämer, basa e.V.
Referent*innen Jennifer Farber, Arbeitskreis Räume Öffnen / Dr. Anna Maria Krämer, basa e.V.
Verpflegung Vollverpflegung, veganes oder vegetarisches Essen auf Wunsch möglich
Förderer Bundeszentrale für politische Bildung, Paritätisches Bildungswerk Hessen
Wichtige Hinweise Aufgrund der Corona Pandemie müssen wir uns an strenge Hygienevorschriften halten. Das Hygienekonzept wird mit Informationen zum Seminar vor dem Seminar verschickt werden. Spenden sind mit Spendenbescheinigung möglich und erwünscht.
Veranstaltungsort
Bildungsstätte Alte Schule Anspach
Schulstraße 3, 61267 Neu-Anspach, Deutschland
Bildungsstätte Alte Schule Anspach
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